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02.12.2011

2012: Projekte für die „Stadt der Zukunft“

"Jetzt muss es vor allem um eine intensive Vermarktung unserer Stadt im Ausland gehen!", stellt IV-Wien-Präsident Kapsch in seinem aktuellen Leitartikel fest.

Vier Themen haben wir für die Präsidiumsperiode 2008 - 2011 in den Mittelpunkt unserer Arbeit für die „Wissens- und Industriemetropole Wien" gestellt: Gesellschaft, Bildung, Infrastruktur und Industriestandort Stadt. In den vergangenen Jahren wurde zusätzlich das Thema „Innovation und Forschung" intensiviert. In vielen Fällen ist uns gemeinsam mit der Politik die Umsetzung konkreter Maßnahmen gelungen - ich denke an die von uns massiv forcierte „Rot-Weiß-Rot-Karte", das erfolgreich geschaffene Integrationsstaatssekretariat oder aber auch das „Expat Center Vienna" als neue Servicestelle für Top-Führungskräfte aus dem Ausland.

 

Nach diesen dringend notwendigen Maßnahmen, muss es jetzt vor allem um eine intensive Vermarktung unserer Stadt im Ausland gehen! Nur so können wir die besten Hände und Köpfe für Wien gewinnen. Im „Visionspapier 2020 für den Innovationsstandort Wien" haben wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen bereits im Jahr 2010 Stärkefelder im Bereich F&E identifiziert und widmen uns derzeit darauf aufbauend konkreten Innovationsprojekten. Auch im Bereich öffentliche Infrastruktur wurden zahlreiche von der Industrie geforderte Projekte in den vergangenen Jahren umgesetzt oder zumindest begonnen - der neue Wiener Hauptbahnhof, der umfassende Hafenausbau oder auch die Arbeiten am östlichen Umfahrungsring S1 seien hier als Beispiele genannt.

 

Umfassender Ansatz für die Zukunft

Für uns als Wiener Industrie steht fest, dass wir die zukünftigen Herausforderungen nur mit einem umfassenden Ansatz meistern können. So werden vorausschauende Konzepte zu den Themen Migration/Integration oder Bildung/Ausbildung immer wichtiger - vor allem auch für die Industrie in Wien. Aber das ist noch nicht ausreichend. Über die 2008 definierten Kerngebiete hinaus, haben wir daher 2011 ein neues großes Themenfeld geöffnet: „Gesundheitsstandort Wien". Unser Ziel muss es sein - mit Fokus auf die spezifische Situation in der Stadt Wien - für die Zukunft ein effizientes, modernes und nachhaltiges System zu gewährleisten. Daher arbeiten wir derzeit intensiv mit Partnern an Modellen und Strategien auf diesem Gebiet.

 

2012 wollen wir gemeinsam mit der Stadt auch konkrete Konzepte erstellen, wie eine Schule der Zukunft - mit Schwerpunkt MINT und Sprachen - aussehen kann. Ebenso werden wir in den nächsten Jahren an der Weiterentwicklung der Nahverkehrsverbindungen in der Region arbeiten. Im Bereich der Innovation sind wir daran, in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien die Potenzial- und Bedarfsanalyse für ein Biotechnologie-Dienstleistungszentrum in Wien und die Ausstattung von Wohnungen mit Technologien und Dienstleistungen im Bereich „Ambient Assisted Living" noch weiter zu konkretisieren.

 

Umsetzung starten

In den Jahren 2008 - 2010 ist die Umsetzung zahlreicher Projekte, vor allem im Bereich der Infrastruktur und der Gesellschaftspolitik gelungen. Im Jahr 2011 lag unser Fokus besonders auf dem Thema Innovation. Beim Thema Bildung war 2011 das Jahr der Bewusstseinsbildung und des Wachrüttelns von Politik und Öffentlichkeit.

 

Das Jahr 2012 muss das „Jahr der Umsetzung" vor allem in der Bildungspolitik werden und zugleich das Jahr, in dem wir uns im neuen Feld der Gesundheit positionieren und Strategien für eine effiziente und nachhaltige Zukunft in unserer Stadt aufzeigen. Insgesamt können wir nur dann erfolgreich sein, wenn wir auch in den nächsten Jahren den umfassenden Themenansatz weiter verfolgen, denn der Industriestandort Stadt ist letztlich von zahlreichen Rahmenbedingungen abhängig. Diese Rahmenbedingungen werden wir auch in den nächsten Jahren auf der Grundlage unseres Standortabkommens mit der Stadt Wien gemeinsam für eine erfolgreiche „Stadt der Zukunft" gestalten.


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