„Littrow-Lectures“
Unter dem Titel „Littrow-Lectures“ stehen 2011/2012“ aktuelle Forschungsthemen der Astronomie und Astrophysik in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften auf dem Programm.Joseph Johann von Littrow (1781-1840) gilt als der bedeutendste österreichische Astronom der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ab 1819 lehrte er Astronomie an der Universität Wien und war Direktor der Universitätssternwarte, die er umfassend reorganisierte. Die Sternwarte war in dieser Zeit im Gebäude der damaligen Universität (heute Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2) untergebracht.
Besondere Bekanntheit erlangte Littrow durch sein populärwissenschaftliches Werk „Wunder des Himmels", das zahlreiche Auflagen bis ins 20. Jahrhundert erfuhr. Zu seinem Gedenken wurde auf dem Erdmond ein Krater nach ihm benannt, in dessen Nähe 1972 zwei Astronauten der Apollo 17-Mission landeten.
Karl Ludwig von Littrow (1811-1877) folgte 1842 seinem Vater als Direktor der Universitätssternwarte nach und machte diese rasch zum Zentrum nationaler und internationaler Gelehrter. Als Astronom verfasste er vielfach beachtete wissenschaftliche Beiträge (u.a. zu einer Monographie des Halley'schen Kometen), befasste sich mit Methoden der nautischen Astronomie, führte systematisch Sternschnuppenbeobachtungen durch und konstruierte hierfür das „Meteoroskop".
Karl Ludwig von Littrow setzte den Neubau der Universitätssternwarte Wien im 18. Wiener Gemeindebezirk durch, dessen Fertigstellung er allerdings nicht mehr erlebte.
Vortragsreihe
Start der Vortragsreihe am Mittwoch, 12. Oktober 2011, 18:15 Uhr mit Thomas Henning vom Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg zum Thema "Von protoplanetaren Scheiben zu extrasolaren Planetensystemen".
Festsaal der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien. Der Eintritt ist wie immer frei.
Weitere Informationen beiliegendes Programm oder:
Marianne.baumgart@oeaw.ac.at
http://www.oeaw.ac.at/


