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[ 06.05.2010 ]

Forschen für Österreich

Mit der Frage „Welche Forschung braucht Österreich?“ beschäftigt sich eine Veranstaltung im Rahmen der „Science-Industry-Talks“ am Institute for Science and Technology (IST Austria).

Schafft ein exzellentes Forschungsumfeld Standortvorteile im internationalen Wettbewerb? Braucht es mehr Grundlagenforschung oder mehr anwendungsorientierte Forschung? Oder mehr von beidem? Über mögliche Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren VertreterInnen aus Industrie, Forschung und Wissenschaft bei den erstmals stattfindenen „Science-Industry Talks".

 

Mehr Geld für Forschung

 

Aus Sicht der Wiener Industrie ist klar: Gerade jetzt müssen Mittel für die Zukunft bereitgestellt werden und die Finanzierung von Forschung & Innovation ist dabei ein Schlüsselelement. Der indirekten steuerlichen Forschungsförderung kommt hier, nicht zuletzt für den konzerninternen Standortwettbewerb, besondere Bedeutung zu. Die Hebelwirkung dieser Investitionen ist enorm. Neueste Berechnungen des Industriewissenschaftlichen Instituts zeigen, dass 1 Mio. € an Forschungsprämie zusätzliche Steuern von 1,55 Mio € bringen.

  

Dynamik intensivieren

 

„Wir sprechen uns daher für die Erhöhung der Forschungsprämie von 8 auf 12 % der gesamten unternehmerischen Forschungsausgaben aus. So kann die Dynamik im F & E-­Bereich, bei ansonsten gleichbleibender Unternehmensbe­steuerung und Abschaffung des 100.000-€-Deckels für Auftragsforschung, intensiviert werden. Ebenso bedarf es einer Steigerung der im Wettbewerb vergebenen Fördermittel von rund 8 % jährlich, um die Weiterentwicklung im F&E-Bereich zu beschleunigen sowie Wachstum und Wohlstand in Öster­reich sicherzustellen", betont IV-Wien-Geschäftsführer Johannes Höhrhan. „Angewandte gegen Grundlagenforschung auszuspielen, ist dagegen sicher nicht der Zugang, der uns weiterbringt."

 

Gute Partnerschaft

 

Die „Science-Industry-Talks" sind eine gemeinsame Initiative des IST Austria und der IV, um ein deutliches Zeichen der guten Partnerschaft von Industrie und Grundlagenforschung in Österreich zu setzen. Die Veranstaltung findet einmal pro Jahr statt und ermöglicht einen Austausch zu aktuellen Themen der Forschung in Österreich.

 

  

Science-Industry-Talks

 

Datum: 21. Juni 2010 

Ort: IST Austria (Am Campus 1, 3400 Klosterneuburg)

Ablauf:

17.30-18.00 Uhr: Einlass & Begrüßungscocktail

18.00 Uhr: Grußworte: Dr. Beatrix Karl, Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, und Mag. Georg Kapsch, Kapsch AG, Präsident der IV Wien

18.20-19.20 Uhr: Podiumsdiskussion: „Welche Forschung braucht Österreich?"

Thomas Henzinger, Präsident IST Austria

Christian Schilling, CEO Böhringer Ingelheim RCV GmbH

Georg Winckler, Rektor der Universität Wien

Edeltraud Stiftinger, Siemens AG Österreich

Moderation: Gisela Hopfmüller

ab 19.20 Uhr: Buffet


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