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[ 03.08.2009 ]

Wien als erfolgreicher Standort mit viel Potenzial

Der Höldrimat, das zukunftsgerichtete Benchmarking der IV, identifiziert die Stellschrauben zur Steigerung der Standortattraktivität.

In Zusammenarbeit mit der IV und weiteren Experten entwickelte der Vordenkerkreis „Höldrichsmühle" während der vergangenen Jahre unter der Bezeichnung „Höldrimat" ein neuartiges Instrument für ein Benchmarking der Standortattraktivität. Die Ergebnisse des jüngsten Analyselaufes stellte IV-Chefökonom Christian Helmenstein im Vorstand der IV Wien vor. Dabei wurde die Standortattraktivität Wiens im Vergleich zu den anderen österreichischen Bundesländern sowie 52 Regionen aus den Nachbarländern untersucht.

Helmenstein: „Herkömmliche Rankings setzen typischerweise an historischen Outputgrößen wie Einkommensniveaus und Arbeitslosenziffern an. Im Gegensatz dazu zieht der Höldrimat die Ausstattung mit Inputfaktoren heran, um die Erfolgsaussichten einer Region im Standortwettbewerb einzuschätzen."
Die Ergebnisse für Wien zeigen, dass sich die Attraktivität der Bundeshauptstadt als Standort für die Sachgüterproduktion mit jener anderer Metropolen messen kann. Lag Wien 2005 im Ranking der 61 Regionen noch nicht unter den Top-10, rangiert es im Jahr 2009 zusammen mit Bratislava und Prag im Spitzenfeld.

 

Aufbauend auf der Methodik des Höldrimaten wurde zudem der „Metromat" geschaffen, der die Attraktivität Wiens als Headquarter-Standort misst. Hier liegt Wien 2009 an vierter Stelle hinter Stockholm, Amsterdam und Prag, aber noch vor München oder London.

 

Verbesserungspotenzial besteht in Wien insbesondere bei den humanressourcenbezogenen Standortfaktoren, wie z. B. der Verfügbarkeit von hoch qualifizierten Beschäftigten mit industriebezogener IT-Ausbildung oder der Erwerbsquote. Darüber hinaus bedarf es unter anderem einer flexibleren Gestaltung der Jahresarbeitszeit.
[ IV Wien ]

Dr. Christian Helmenstein
Dr. Christian Helmenstein




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