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[ 20.03.2009 ]

Die Slowakei setzt Impulse

Die slowakische Regierung bekennt sich zu einer Verlängerung der Breitspurbahn in die Twin City-Region. Im Februar stand das Projekt auf der Agenda einer Regierungssitzung in Bratislava.

Bei der slowakischen Regierungssitzung am 18. Februar 2009 stand die Verlängerung der Breitspurbahn in die Region der Twin City Wien - Bratislava auf der Agenda. Der slowakische Infrastrukturminister, L'ubomír Vá˛ny, fand nach der Regierungssitzung, in der von slowakischen Infrastrukturexperten erarbeitete Fakten zum Projekt präsentiert wurden, nur positive Worte für die Breitspurverlängerung. „Unsere Infrastruktur wird damit zusätzlich gestärkt", so Vá˛ny gegenüber der Presse. Die slowakische Regierung ernannte den Infrastrukturexperten Peter Ondroušek zu ihrem für das Projekt zuständigen Vertreter. Ondroušek: „Wir erwarten von der Verlängerung der Breitspur, dass sich der Gütertransport aus dem Fernen Osten vom Schiff auf die Schiene verlagern wird. Davon versprechen wir uns positive Auswirkungen auf unseren Arbeitsmarkt." Ondroušek hofft, dass die Entscheidung über die Umsetzung des Projekts schon bald fallen wird: „Der nächste Schritt in Richtung einer Realisierung ist eine Machbarkeitsstudie. Auf ihr wird die endgültige Entscheidung der slowakischen Regierung basieren. Wir hoffen, dass diese bereits diesen Sommer fallen wird."

 

Rentables Projekt

Die slowakische Regierung beziffert die Gesamt-kosten des Breitspur-Projekts auf  4 Mrd. €. Diese könnten sich in der Slowakei um zusätzliche 40-50 Mio. € erhöhen - so viel würde der Kaufpreis für Grundstücke entlang der Breitspurtrasse betragen. Die slowakische Regierung ist aufgrund mehrerer vorläufiger Projektkostenstudien von der Rentabilität der Breitspur-Verlängerung in den Twin City-Raum überzeugt. „Wir müssen in kürzester Zeit die nötigen finanziellen Mittel sichern", so Minister Vá˛ny gegenüber der Presse.

 

Arbeitsplätze erhalten

Vá˛ny erwartet durch die Breitspurverlängerung keinen Verlust von Arbeitsplätzen in Cˇierna nad Tisou, dem aktuellen Umladebahnhof zwischen der Breit- und Normalspurbahn in der Ostslowakei. „Unsere Bedingung für die Teilnahme an dem Projekt ist außerdem auch der Bau eines Bahnterminals in der Nähe von Bratislava", präzisierte er die Position der slowakischen Regierung.

  

Breitspur bis 2017

Bis Ende 2010 wird die Planungs- und Projektgesellschaft der Eisenbahngesellschaften Österreichs, der Slowakei, Russlands und der Ukraine, die im Frühjahr 2009 in Wien gegründet wird, eine Machbarkeitsstudie vorlegen. 2011 könnte mit dem Bau begonnen werden. Die Trasse würde vorwiegend durch den südlichen, wenig verkehrsbelasteten Teil der Slowakei führen. Slowakische Experten erwarten, dass die Verlängerung der Breitspurbahn bis 2017 fertiggestellt werden könnte.


[ IV Wien ]

Blick von der Burg in Bratislava zur Baustelle der jünsten Donaubrücke, links Turm des Konkathedrale des Hl. Martins
Blick von der Burg in Bratislava zur Baustelle der jünsten Donaubrücke, links Turm des Konkathedrale des Hl. Martins




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