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[ 18.02.2009 ]

Breitspur: Machbarkeitsstudie kommt

Nach der gemeinsamen Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding im November wollen die Bahngesellschaften Russlands, der Ukraine, der Slowakei und Österreichs eine Machbarkeitsstudie für die Breitspur-Verlängerung in den Twin City-Raum ausarbeiten.

Die Verlängerung der russisch-ukrainischen Breitspurbahn in die Twin City-Region könnte schon bald in eine erste Planungsphase eintreten. Die Eisenbahngesellschaften der vier involvierten Staaten - Russ­land, Ukraine, Slowakei und Österreich - haben Ende November ein Memorandum of Understanding unterschrieben, das konkrete Aufgaben im Zusammenhang mit der Umsetzung des Projekts definiert. Im Dezember letzten Jahres wurde von den Bahngesellschaften die Gründung einer gemeinsamen Planungs- und Projektgesellschaft, bestehend aus Experten aller beteiligten Staatsbahnen, beschlossen. Die Errichtung dieser Gesellschaft ist bereits für dieses Frühjahr angepeilt, ihr Sitz wird in der österreichischen Hauptstadt sein. Die Planungs- und Projektgesellschaft wird bis Ende 2010 eine detaillierte Machbarkeitsstudie ausarbeiten, welche die Projektdauer und erforderliche finanzielle Mittel definieren soll. Laut ersten Schätzungen des slowakischen Verkehrministers L'ubomir Vá˛ny könnte die Eisenbahnverbindung von der slowakisch-ukrainischen Grenze bis in den Raum Wien - Bratislava innerhalb der nächsten zehn Jahre ausgebaut werden. Die Kosten dafür würden sich laut Vá˛ny auf rund 4 Mrd. € belaufen.

 

Breitspur medial

Die IV-Landesgruppen Wien und Niederösterreich unterstützen seit Jahren das Projekt der Verlängerung der Breitspurbahn. Sie sehen darin eine einmalige Chance für die Twin City, zu einem wichtigen Gateway im Warenaustausch zwischen Europa, der GUS und Asien zu werden. Um relevante Entscheidungsträger der EU und in der Region sowie die europäische Öffentlichkeit über die Vorteile des Projekts zu informieren, haben IV Wien und Nieder­österreich die dreisprachige Broschüre „connecting markets" herausgegeben. Diese informiert über das enorme wirtschaftliche Potenzial der GUS, insbesondere Russlands, sowie Asiens. Anhand von Zahlen und Fakten sowie auch Best-Practice-Beispielen bietet die Broschüre einen kompakten Überblick über das gewaltige Logistik-Potenzial der Twin City-Region. Die Broschüre „connecting markets" wird ab Februar an Entscheidungsträger in Regierung und Verwaltung zahlreicher europäischer Staaten, in EU-Gremien und internationalen Organisationen versandt. Darüber hinaus wird sie im März auf allen wichtigen AUA-Business-Flügen zwischen Wien und Süd-Osteuropa­ bzw. Wien und Brüssel verteilt sowie in der AUA-Lounge aufliegen.


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